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Montag, September 6
 
   

Die Weinprobe

   
 

DIE WEINPROBE

DER WEINPRÜFER

DIE UMGEBUNG

DIE AUSSTATTUNG

DIE METHODIK

DIE WEINPROBEKARTE

 
 
 

Die Weinprobe ist eine Kunst und zugleich eine Technik, wir erfassen den Wein mit unseren Sinnen, um ihn zu analysieren, zu beschreiben, zu qualifizieren und zu klassifizieren. Jeder Mensch kann ein guter Weinprüfer sein, wenn er die entsprechenden Kenntnisse erlangt und die Technik richtig versteht. Der Weinprüfer muss ständig üben, um sein Gedächtnis für die Sinneseindrücke zu trainieren, die verschiedenen Weinsorten unterscheiden zu können und das geeignete Wissen zu erwerben, um die Weine zu kennen und die wahrgenommenen Sinneseindrücke richtig beschreiben zu können.

Der Weinprüfer muss einige Regeln einhalten, um die Sinneseindrücke zu dem zu kostenden Wein richtig einschätzen zu können. Er wird einige Stunden vor der Weinprobe auf Kaffee, Tee oder Zigaretten verzichten müssen und keine Düfte, Seifen oder Zahnpastas verwenden dürfen.

Es ist auch zweckmäßig, sich den Mund mit Wasser auszuspülen und etwas Brot zwischen den einzelnen Weinproben zu essen.

Die richtigen Bedingungen für den Weinprüfer zu schaffen, ist für das Gelingen der Weinprobe sehr wichtig. Er sollte entspannt sein und nicht unter organischen oder psychischen Problemen leiden, welche die Schwelle seiner sinnlichen Wahrnehmung beeinflussen.

Es sollte ein ruhiger Ort sein, an dem es keine Gerüche gibt (Wohnung, Weingut etc.) , eine Temperatur zwischen 18 und 22º C herrscht, der ausreichend, bevorzugt durch Tageslicht, beleuchtet und nicht zu trocken sowie gut belüftet ist.

Der beste Zeitpunkt für eine Weinprobe ist der späte Vormittag.

Ein leicht zu reinigender Tisch mit einer weißen Tischdecke und einer tiefen Spuckschale.

Dies alles sollte an einem Ort stehen, der durch Tageslicht oder eine Halogenlampe ausgeleuchtet ist. Aufgrund der Verfälschung der Farben ist es nicht ratsam, Glühlampen oder Leuchtstoffröhren zu verwenden.

Das Glas sollte aus feinem Kristall und kugelförmig sein. Wir empfehlen das Standardglas für die Weinprobe gemäß UNE-Normen.

Das Glas darf höchstens zu einem Drittel gefüllt sein und darf nur am Stiel mit Daumen und Zeigefinger gehalten werden, um weder seinen Inhalt zu erwärmen noch die Wahrnehmung zu stören.

Die Weinprobe erfolgt schweigend und erst am Ende werden Eindrücke ausgetauscht.

Es ist wichtig, mit den Sinnesorganen zu beginnen, für die wenig körperliche und geistige Anstrengung erforderlich ist, und mit denen zu enden, die mehr Aufmerksamkeit und einen engeren Kontakt zum Wein erfordern. Die Reihenfolge ist Sehsinn, Geruchssinn und Geschmacks-/Tastsinn.

Es sollten jedes Mal nicht mehr als fünf bis sechs Weine innerhalb von höchstens einer halben Stunde gekostet werden, denn Geruchs- und Geschmackssinn werden schwächer..

Zur Temperatur bei der Degustation sollte man wissen, dass die Weißweine, bei denen man sowohl Frische als auch Aroma einzuschätzen hat, bei 10-12º C, die leichten Roséweine bei 12-16º C und die kräftigeren Roséweine bei 16-18º C, gekostet werden sollten.

Damit die Weinprüfer ihre Beurteilung eines Weines überdenken, vergleichen und aufbewahren können, muss es ein für alle einheitliches Verfahren geben, um die Ergebnisse in Worte zu fassen. Aus diesem Grund verwendet man die Weinprobekarte.

Es gibt verschiedene Weinprobekarten für unterschiedliche Weinproben, aber für alle müssen die Bedingungen gelten, dass sie leicht auszufüllen sind, strenge Bewertungskriterien haben und der Gruppe, die sie nutzen soll, gut bekannt sind.

Die Gesichtspunkte, die man im allgemeinen bei Weinproben betrachtet, sind:

  • Beschreibung des Weines.
  • Analysemerkmale.
  • Visuelle und, getrennt davon, olfaktorische Reize vor dem Probieren.
  • Geschmackliche Reize.
  • bleibender Geruchs-/Geschmackseindruck.
  • Gesamteindruck zum Wein.

Im Allgemeinen fügt man noch die Uhrzeit der Weinprobe und die Temperatur des Weines hinzu.

 
 
 
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